Du weißt eigentlich, dass gerade keine wirkliche Gefahr besteht. Trotzdem fühlt es sich in dir so an, als müsste gleich etwas passieren.
Vielleicht sagst du dir selbst: „Es ist doch alles in Ordnung.“
Aber dein Körper fühlt sich nicht danach an.
Du bemerkst deinen Herzschlag. Du spürst eine Veränderung in deiner Atmung. Ein kurzer Schwindel, ein Druckgefühl oder ein ungewohntes Gefühl im Körper reicht plötzlich aus, und schon bist du wieder auf Habacht.
Und direkt ist da dieser eine Gedanke: Was, wenn es gleich wieder passiert?
Vielleicht kennst du genau dieses Gefühl nach einer Panikattacke. Seitdem beobachtest du dich viel genauer. Du achtest darauf, wie dein Herz schlägt, wie du atmest und ob sich irgendwo in deinem Körper etwas verändert.
Eigentlich möchtest du einfach nur wieder unbeschwert deinen Alltag leben.
Doch ein Teil von dir bleibt ständig auf der Hut.
Wenn dein Kopf etwas anderes sagt als dein Körper
Das Verwirrende an der Angst ist: Du weißt eigentlich, dass gerade nichts Schlimmes passiert. Trotzdem lässt die Anspannung nicht einfach nach.
Du redest dir gut zu, versuchst dich abzulenken oder dir selbst zu erklären, dass alles in Ordnung ist. Aber die Angst lässt sich nicht einfach wegreden.
Vielleicht fragst du dich deshalb:
„Warum habe ich Angst, obwohl ich doch weiß, dass ich keine Angst haben müsste?“
Das kann ziemlich verunsichernd sein. Du möchtest verstehen, was mit dir los ist, und achtest deshalb immer genauer darauf, was in deinem Körper passiert.
Aus einem kleinen Gedanken kann schnell mehr werden
Vielleicht beginnt es ganz unscheinbar.
Du bemerkst deinen Herzschlag.
Dann denkst du:
„Warum schlägt mein Herz gerade so?“
Du achtest genauer darauf.
Dann kommt vielleicht der nächste Gedanke:
„Hoffentlich bekomme ich jetzt keine Panikattacke.“
Plötzlich achtest du auf jede Veränderung in deinem Körper und wartest förmlich darauf, dass etwas passiert. Am liebsten würdest du das Gefühl sofort wieder loswerden.
So kann aus einem kleinen Moment eine ganze Gedankenspirale werden.
Und vielleicht kennst du inzwischen sogar die Angst vor der Angst.
Nicht mehr nur die Situation selbst macht dir Sorgen. Sondern die Vorstellung, wieder dieses Gefühl zu bekommen, die Kontrolle zu verlieren oder nicht zu wissen, was als Nächstes passiert.
Vielleicht vermeidest du inzwischen mehr, als dir lieb ist
Wenn solche Erfahrungen öfter vorkommen, verändert sich manchmal ganz unbemerkt der Alltag.
Vielleicht gehst du nicht mehr so gerne alleine irgendwohin.
Vielleicht überlegst du vorher, wo du schnell wieder weg könntest.
Vielleicht sagst du Verabredungen ab, meidest bestimmte Orte oder planst deinen Tag so, dass du dich möglichst sicher fühlst.
Nach außen sieht das vielleicht gar nicht dramatisch aus.
Aber du merkst, wie viel Energie es kostet, ständig mitzudenken, wo etwas passieren könnte.
Und vielleicht vermisst du dein früheres Gefühl von Freiheit.
Du musst nicht einfach lernen, damit zu leben
Vielleicht hast du schon einiges ausprobiert.
Dir selbst gut zugeredet. Dich abgelenkt. Tief durchgeatmet. Die Gedanken weggeschoben. Versucht, einfach nicht mehr darüber nachzudenken.
Manches davon kann kurzfristig hilfreich sein.
Aber wenn du immer wieder an denselben Punkt kommst, kann es sinnvoll sein, genauer hinzuschauen:
Was passiert eigentlich bei mir, wenn die Angst auftaucht?
Was geht dir unmittelbar vorher durch den Kopf?
Was nimmst du in deinem Körper wahr?
Was befürchtest du in diesem Moment?
Und was tust du anschließend, um dich wieder sicher zu fühlen?
Oft laufen bestimmte Gedanken und Reaktionen ganz automatisch ab, ohne dass du sie bewusst wahrnimmst. Du bemerkst vielleicht nur, dass die Angst wieder da ist.
Wenn du anfängst, diese Abläufe besser zu verstehen, kannst du erkennen, was deine Angst verstärkt und wie du selbst darauf reagierst. So kannst du nach und nach ausprobieren, was dir in solchen Momenten hilft und wie du anders mit deiner Angst umgehen möchtest.
Wenn du dich hier wiedererkennst
Vielleicht liest du diese Zeilen gerade und denkst:
„Genau so ist es bei mir.“
Wenn die Angst deinen Alltag zunehmend bestimmt, kann es hilfreich sein, sich Unterstützung zu holen.
Ich bin Claudia Hahn-Sauren, Heilpraktikerin für Psychotherapie sowie Mental- & Lebenscoach. In meiner Praxis in Mainz-Hechtsheim begleite ich Menschen mit Ängsten und Panikattacken. Eine Begleitung ist auch online innerhalb Deutschlands möglich.
Gemeinsam schauen wir, was deine Angst verstärkt und was dir helfen kann, anders damit umzugehen.
Wenn du mich kennenlernen möchtest, kannst du gerne ein unverbindliches Erstgespräch vereinbaren.