Warum der erste Schritt manchmal so schwerfällt

Manchmal merkst du schon seit einiger Zeit, dass etwas nicht mehr stimmt.

Vielleicht fühlst du dich erschöpft, obwohl du eigentlich genug schläfst. Du bist schneller gereizt, kannst schlecht abschalten oder hast das Gefühl, dass dir vieles mehr Kraft kostet als früher.

Vielleicht gibt es auch einen ganz konkreten Grund. Eine schwierige Lebenssituation, eine Veränderung, eine Trennung, Probleme im Beruf oder etwas, das dich schon lange beschäftigt.

Und trotzdem denkst du:

„Ich muss das doch irgendwie alleine schaffen.“

Wenn du merkst, dass es dir nicht gut geht

Es ist nicht immer leicht, sich selbst einzugestehen, dass man gerade Unterstützung gebrauchen könnte.

Vielleicht hast du bisher vieles alleine geschafft. Du bist es gewohnt, Lösungen zu finden, dich zusammenzureißen und weiterzumachen.

Also versuchst du es auch diesmal.

Du nimmst dir vor, besser auf dich zu achten. Mehr zu schlafen. Dich weniger zu stressen. Wieder mehr Dinge zu tun, die dir guttun.

Und manchmal wird es tatsächlich wieder besser.

Aber manchmal eben nicht.

Dann bleibt dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt.

„So schlimm ist es doch noch gar nicht“

Diesen Gedanken kennen viele Menschen.

Solange du noch arbeiten gehst, deinen Haushalt erledigst, dich um deine Familie kümmerst und nach außen funktionierst, erscheint es vielleicht gar nicht berechtigt, dir Hilfe zu holen.

Vielleicht vergleichst du dich auch mit anderen und denkst:

„Andere haben viel größere Probleme.“

Aber du musst nicht erst völlig erschöpft sein oder deinen Alltag nicht mehr bewältigen können, bevor du deine eigene Belastung ernst nehmen darfst.

Auch wenn nach außen noch vieles funktioniert, kann es dir innerlich trotzdem nicht gut gehen.

Warum Hilfe suchen manchmal Überwindung kostet

Sich Unterstützung zu holen bedeutet auch, etwas von sich zu zeigen.

Vielleicht möchtest du nicht, dass jemand merkt, wie sehr dich etwas beschäftigt.

Vielleicht fällt es dir schwer, über deine Gefühle zu sprechen.

Oder du hast Sorge, nicht die richtigen Worte zu finden.

Vielleicht fragst du dich:

„Was soll ich überhaupt erzählen?“

Gerade wenn du selbst noch nicht genau weißt, was eigentlich mit dir los ist, kann der Gedanke an ein erstes Gespräch zusätzlich verunsichern.

Dabei musst du nicht mit einer fertigen Erklärung kommen.

Du darfst auch einfach sagen:

„Ich weiß gerade selbst nicht genau, was mit mir los ist. Aber ich merke, dass es mir nicht gut geht.“

Damit kann ein Gespräch beginnen.

Muss es mir erst richtig schlecht gehen?

Nein.

Du darfst dir Unterstützung holen, wenn du merkst, dass dich etwas über längere Zeit beschäftigt, belastet oder in deinem Alltag einschränkt.

Vielleicht möchtest du deine Situation besser verstehen.

Vielleicht drehen sich deine Gedanken immer wieder um dasselbe Thema.

Vielleicht fällt es dir schwer, Grenzen zu setzen, Entscheidungen zu treffen oder mit einer Veränderung umzugehen.

Oder du merkst einfach, dass du dich selbst gerade nicht mehr richtig wiedererkennst.

Du musst nicht erst an einem Punkt sein, an dem gar nichts mehr geht.

Der erste Schritt muss noch keine Lösung sein

Vielleicht denkst du beim Wort „Therapie“ sofort an eine lange Behandlung und fragst dich, ob das überhaupt das Richtige für dich ist.

Aber der erste Schritt kann viel kleiner sein.

Ein Gespräch.

Ein gegenseitiges Kennenlernen.

Einmal aussprechen, was dich gerade beschäftigt.

Und gemeinsam schauen, was dahintersteckt und welche Unterstützung für dich passend sein könnte.

Vielleicht stellt sich dabei heraus, dass eine therapeutische Begleitung sinnvoll ist.

Vielleicht geht es eher um ein persönliches oder berufliches Thema, bei dem Coaching eine Möglichkeit sein kann.

Und vielleicht brauchst du zunächst einfach etwas Orientierung.

Du musst die Antwort nicht schon kennen, bevor du den ersten Schritt machst.

Wenn du gerade überlegst, dir Unterstützung zu holen

Vielleicht liest du diesen Beitrag, weil du selbst schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken spielst, mit jemandem zu sprechen.

Dann musst du nicht erst alles sortiert haben.

Ich bin Claudia Hahn-Sauren, Heilpraktikerin für Psychotherapie sowie Mental- & Lebenscoach und begleite dich in meiner Praxis in Mainz-Hechtsheim sowie online.

In einem ersten Gespräch können wir gemeinsam schauen, was dich gerade beschäftigt und welche Form der Unterstützung zu deiner Situation passen kann.

Du musst dafür noch nicht genau wissen, was du brauchst.

Manchmal beginnt der erste Schritt einfach mit einer Nachricht oder einem kurzen Telefonat.

Unverbindlicher Erstkontakt · Praxis in Mainz-Hechtsheim · auch online